Alltag auf der Erde

Ungeklärtes, Auffälliges, Beobachtetes

Moderatoren: Todoroff, Eser

Benutzeravatar
Eser
Administrator
Beiträge: 423
Registriert: Donnerstag 16. Februar 2006, 17:35

Alltag auf der Erde

Beitrag von Eser » Montag 10. Juli 2006, 17:02

Heute (10.Juli 2006) ist mal wieder ein interessanter Tag (eigentlich wie immer).

Die Nachrichtenseite von N24 ist mal wieder "überfüllt" mit tollen Neuigkeiten.

- Der meistgesuchte Terrorist in Russland, namens Baschajew ist tot.
- In New York gibt es eine Explosion, ein ganzes Gebäude stürzt ein.
- Rudi Carrell ist tot
- Japan droht Nordkorea mit Präventivschlag
- Nordkorea droht mit physikalischen Maßnahmen bei Sanktionen
- Gerede von den Neandertalern (jeder meint die waren anders, wo denn bitte?)

Ist ja nur EIN Tag von vielen.

Ich habe mal in einem Report gehört, das Kinder von diesen schlechten Nachrichten laut einer Umfrage mitbekommen und sich darauf einstellen würden.

PinkGrapefruit
Beiträge: 2
Registriert: Dienstag 11. Juli 2006, 23:06

Re: Alltag auf der Erde

Beitrag von PinkGrapefruit » Mittwoch 12. Juli 2006, 16:42

Eser hat geschrieben:Heute (10.Juli 2006) ist mal wieder ein interessanter Tag (eigentlich wie immer).
Ist ja nur EIN Tag von vielen.

Ich habe mal in einem Report gehört, das Kinder von diesen schlechten Nachrichten laut einer Umfrage mitbekommen und sich darauf einstellen würden.
Natürlich bekommen Kinder so etwas mit, sie sind ja schließlich viel sensibler als wir "abgehärteten " Erwachsenen. Man muss ihnen ja nicht haargenau erklären wie das letzte verschwundene Kind umgekommen ist und so. Und außerdem haben sie ja "keine" Ahnung was in Nord- und Südkorea alles passiert, wie und warum.
Was genau ist mit darauf einstellen gemeint? Natürlich bringt es nichts sie in Watte zu packen, man sollte nicht verbieten Nachrichten zu schauen, aber versuchen ihnen manches zu erklären, sofern das geht.
Allein die Tatsache, dass jeden Tag so schlimme Sachen passieren, aber unsere Warnehmung so abgestumpft ist: "Ach im Ozean ist schon wieder eine Insel mit drei Dorfern überschwemmt worden, schlimm, schlimm! Was hast du gestern so gemacht?"
Ist auf jeden FAll erschreckend, aber auch notwendig, sonst würden wir jetzt Tag aufs Neue verzweifeln, da sitzen und heulen und fragen, Warum??

Benutzeravatar
Eser
Administrator
Beiträge: 423
Registriert: Donnerstag 16. Februar 2006, 17:35

Beitrag von Eser » Mittwoch 12. Juli 2006, 17:36

Laut einer Umfrage würden Kinder sagen, daß diese sich auf solche negative Nachrichten einstellen.

Also scheinbar ist es auch für die Kinder mittlerweile normal geworden immer schlechte Nachrichten zu hören.

PinkGrapefruit
Beiträge: 2
Registriert: Dienstag 11. Juli 2006, 23:06

Beitrag von PinkGrapefruit » Mittwoch 12. Juli 2006, 18:15

Ja, positive Nachrichten interessieren auch weniger, es ist ja "langweilig" wenn mal was Gutes passiert.
Das mit den Kindern ist wie ich schon gesagt habe erschreckend, aber leider nicht zu verhindern, ich meine es kann eigentlich nicht wirklich besser werden, außer die Menschheit besinnt sich ein bisschen und hört auf mit der Selbstzerstörung. Aber das wird wohl in den nächsten paar Jährchen nicht passieren und dann ist es zu spät. Dann kann uns eh niemand mehr helfen! Das muss nicht heute, nicht morgen, ja nicht einmal in den nächsten Jahrzehnten passieren, aber es wird passieren.
Und das die Kinder das mitkriegen ist irgendwie zu erwarten und sie müssen sich daran gewöhnen. Allerdings glaube ich nicht, dass sie deshalb keine Kindheit mehr haben werden, nur werden sie schon früher eine Ahnung von der Welt haben.

Benutzeravatar
Eser
Administrator
Beiträge: 423
Registriert: Donnerstag 16. Februar 2006, 17:35

Beitrag von Eser » Mittwoch 12. Juli 2006, 18:21

Interessant das mal einer erzählt das es bergab geht (ohne Hoffnung).

Bei uns haben wir längst Hoffung. Jesus Christus.

Nazan
Beiträge: 30
Registriert: Mittwoch 21. Juni 2006, 22:47

Beitrag von Nazan » Freitag 14. Juli 2006, 00:15

Europas Antwort auf die Belagerung von Gaza ist eine Schande

Die Palästinenser haben keinen Partner für den Frieden. Sie werden erst dann einen haben, wenn Israel damit einverstanden ist, dass Palästina das Recht zu funktionieren hat.

Jonathan Steele, 6.Juli 2006, The Guardian

Dank sei Gott für die Schweiz. Ihre Regierung hat in Europa allein gewagt, das zu verurteilen, was die Israelis im Gazastreifen tun. Es ist eine Kollektivstrafe, sagen sie. Sie verletzt das Prinzip der Verhältnismäßigkeit. Israel hat die Vorsichtsmaßnahmen nicht berücksichtigt, die nach internationalem Recht gefordert werden, um Zivilisten zu schützen.

Unvermeidlich geben die Blogger die üblichen Belanglosigkeiten über die Rolle der Schweizer Bank während der Nazi-Periode von sich. Aber als Aufbewahrungsort der Genfer Konventionen, eine der wichtigsten rechtlichen Fortschritte, die nach den verheerenden Auswirkungen des 20.Jahrhunderts, gemacht wurden, hat die Schweiz eine Pflicht, die Dinge beim Namen zu nennen.

Ihr Statement steht im Gegensatz zum schändlichen Schweigen der EU. Die Palästinenser töten zwei Soldaten und nehmen einen gefangen - die Antwort darauf ist die Zerstörung des Elektrizitätswerkes, des Wasser- und Abwässersystems, die Zerstörung von Brücken, Überschallgeräusche terrorisieren die Kinder Tag uns Nacht und all dies gegenüber einem hungrigen Volk unter Belagerung in einem riesigen Freiluftgefängnis. Europas Reaktion? Vage Äußerungen der Sorge und Aufrufe zur Zurückhaltung.

Hat dies mit dem Wahnsinn der WM zu tun? Oder mit dem Rennen zu Last-Minute Deals der Sommerferien? Könnten die europäischen Führer nicht wenigstens ein Zehntel des Mutes zeigen, den der israelische brillante Kolumnist Gideon Levy zeigt? „Es ist nicht legitim 750 000 Menschen vom Strom abzuschneiden. Es ist nicht legitim, 20 000 Menschen aufzufordern, ihre Häuser zu verlassen und ihre Städte in Geisterstädte zu verwandeln. Es ist nicht legitim, die Hälfte einer Regierung und ein Viertel der Parlamentsmitglieder zu kidnappen. Ein Staat, der solche Schritte unternimmt, kann nicht mehr von einer Terrororganisation unterschieden werden,“ schrieb er in Haaretz.

Bei einem öffentlichen Auftritt vor Parlamentsmitgliedern am Dienstag gab Tony Blair nur wolkige Bemerkungen von sich: „ Ich hab seit Jahren genug über diese Situation erfahren, dass es nicht sinnvoll ist, beide Seiten zu verurteilen .“

Die europäische Impotenz im israelisch-palästinensischen Konflikt ist natürlich ein altes Problem. Die Verschlimmerung des krankhaften Zustandes begann im Januar nach dem Wahlsieg der Hamas. Das war ein Ereignis, das große Auswirkungen auf Israel hat, auf alle staatlichen Beziehungen mit der palästinensischen Behörde, auf die Zukunft des politischen Islam in der gesamten arabischen Welt, sowie auf das Image des Westens unter Muslimen. Kurz gesagt, es war ein Augenblick, in dem das alt-ehrwürdige diplomatische Verfahren - eine Pause des Nachdenkens – wesentlich gewesen wäre. Der Rat wird oft angewendet, um eine unnötige Verzögerung zu decken. Dieses Mal wäre er eine echte Notwendigkeit zur Analyse und Beratung, bevor voreilig Schlüsse gezogen werden. Er war keineswegs eilig, da Israel sich schon seit langem geweigert hatte, mit Präsident Abbas zu verhandeln.

Doch die EU stellte sich mit den USA und Israel in eine Linie und verlangten von der Hamas, ihre Politik zu verändern, sonst würden sie bestraft werden. Das Quartett - eine erst vor kurzem entstandene Körperschaft, um die Politik zwischen den US und Europa, Russland und der UN zu koordinieren , wurde zur Falle und handelte als verlängerter Arm der US-Regierung, um andere Staaten in der richtigen Linie zu halten. Die Forderungen des Quartetts waren mit denen Israels identisch.
Einige europäische Diplomaten bedauern jetzt ihre Eile. Die Entscheidung, alle Hilfsgelder und Kontakte mit den Palästinensern abzubrechen, wird nun als Fehler angesehen . Die französische Initiative des letzten Monats, einen Mechanismus zu finden, um Gaza Hilfe zukommen zu lassen, war das erste Eingeständnis eines Irrtums von Seiten des Quartetts.

Den Kontakt mit Hamas zu verweigern, war genau so ein Fehler, besonders nachdem Hamas über ein Jahr lang einen einseitigen Waffenstillstand aufrecht erhielt. ( eine Sache, die Israel zu unterdrücken versuchte). Die Tatsache, dass die Hamas als terroristische Organisation definiert wird, hätte nicht zu einer Sperre führen müssen, da Regierungen mit ähnlichen nationalistischen Bewegungen im Gespräch waren, sei es mit der IRA, den Tamil-Tigers oder der ETA. Aber noch einmal sei Gott Dank für die Schweiz. Als Nicht-EU-Mitglied hielt sie den Kontakt zu Hamas und agierte als Vermittlerin für andere europäische Regierungen, die nicht in die Falle gefallen waren und nicht dasselbe taten.

Wie die augenblickliche Krise ausgehen wird, ist noch unklar. Egal wie sie endet, dann wäre aber sicherlich für Europa der Zeitpunkt gekommen, mit seiner sinnlosen Politik, die US und Israel zu unterstützen, zu brechen. Die Olmert-Regierung versucht nicht nur Hamas zu zerstören sondern Mahmoud Abbas auch. Wie Sharon wünscht sie, jeden moderaten Palästinenser zu Grunde zu richten, indem sie ihm zeigt, wie machtlos er ist. Sie sucht nur die Herrschaft, nicht Verhandlungen. Ob die letzte Agenda lautet, alle Palästinenser auszuhungern, damit sie nach Ägypten, Jordanien oder noch weiter fliehen oder ob sie Gaza als ein Gefängnis für Arbeitslose halten und die Westbank als einen Haufen von Bantustans, Israel setzt sich über jede UN-Resolution spöttisch hinweg.

Die Eu sollte zugeben, dass die Palästinenser keinen Partner für den Frieden haben. Sie werden nur dann einen haben, wenn Israel das Recht Palästinas zu funktionieren anerkennt. Statements, in denen Israel das Existenzrecht eines palästinensischen Staates anerkennt, sind so lange nichtssagend, so lange Olmert die Siedlungen erweitert und die „Trennungsmauer“ weiterbaut und sich weigert, Stellung zu beziehen, wie dieser Staat als lebensfähige Entität operieren soll. Ohne das Recht zu funktionieren, ist das Recht zu existieren null und nichtig.

Olmert und seine Verbündeten der Laborpartei müssen sich auch über die letzten ernsthaften israelischen Friedensformeln, Baraks Vorschläge, klar äußern, die vor fünf Jahren in Taba vorgelegt worden waren. Die Palästinenser akzeptierten sie nicht, aber da waren politische Umstände ungünstig – die ohnmächtig werdende Barak-Regierung und ein kranker Arafat. Dieselben Vorschläge mögen heute akzeptabel sein und sollten neu belebt werden. Wenn Kadima daran denkt, etwas anzudrehen oder anzubieten, was weniger als das von Taba war, dann kann Israel nicht behaupten, dass es ein Ende des Konfliktes wünscht.

Schließlich muss Israel auf Gewalt verzichten, besonders auf die Morde palästinensischer Führer. Die Zahl der bei diesen gezielten Angriffen getöteten Zivilisten übersteigt die Zahl der israelischen Opfer, seitdem Hamas im letzten Jahr den Waffenstillstand erklärt hat. Die Tatsachen entsprechen nicht der Meinung, dass Israel nach Provokationen „Vergeltung“ übt. Dem Angriff der Palästinenser in der vergangenen Woche auf einen militärischen Außenposten folgte eine viel größere Ladung israelischer Granaten.

Einige werden behaupten, wenn die EU die israelischen Aktionen verurteilen soll, wird sie ihren Einfluss auf die israelische Regierung verlieren. Aber was hat dieser angebliche Einfluss erreicht, seitdem Sharon und Olmert an der Macht sind? Das Ergebnis ist armselig.

Regierungen haben eine größere Wirkung, wenn sie moralisch klar und politisch standhaft bleiben. Verurteilung und psychologische Isolierung schaffen Tatsachen, die mindesten die Wählerschaft hellhörig macht, wenn auch nicht gleich die Regierung. Aber es gibt nicht nur in Israel eine Zuhörerschaft. Es gibt eine globale Zuhörerschaft, die von Europa erwartet, dass es den richtigen Standpunkt einnimmt. Ob Israel sich entschließt, zuzuhören, sollte nicht entscheidend sein .

Benutzeravatar
Todoroff
Gemeindeältester
Beiträge: 6085
Registriert: Freitag 17. Februar 2006, 21:52
Geburtsjahr: 1949
Wohnort: Bad Dürrheim, höchst gelegenes Solebad Europas (600-800m)
Kontaktdaten:

Israel

Beitrag von Todoroff » Samstag 15. Juli 2006, 22:16

Israel ist das von Gott erwählte Volk, auch heute noch.

5 Mose 6,10
Gott beschenkt Israel nicht nur mit dem verheißenen Land, sondern auch
mit Städten, Weinbergen etc.

5 Mose 7,1-2
Wenn der Herr, dein Gott, dich in das Land geführt hat, in das du jetzt
hineinziehst, um es in Besitz zu nehmen, wenn Er dir viele Völker aus
dem Weg räumt - Hetiter, Girgaschiter und Amoriter, Kanaaniter und
Perisiter, Hiwiter und Jebusiter, sieben Völker, die zahlreicher und
mächtiger sind als du -, wenn der Herr, dein Gott, sie dir ausliefert
und du sie schlägst, dann sollst du sie der Vernichtung weihen.

Das Land des Volkes Israel umfaßt den Libanon.

Jesaja 41,4
Wer hat das bewirkt und vollbracht? Er, der von Anfang an die
Generationen rief. Ich, der Herr, bin der Erste, und noch bei den
Letzten bin Ich derselbe.

Römer 9,22-24
Gott, der Seinen Zorn zeigen und Seine Macht erweisen wollte, hat die
Gefäße des Zorns, die zur Vernichtung bestimmt sind, mit großer Langmut
ertragen; und um an den Gefäßen des Erbarmens, die Er zur Herrlichkeit
vorherbestimmt hat, den Reichtum Seiner Herrlichkeit zu erweisen, hat Er
uns berufen, nicht allein aus den Juden, sondern auch aus den Heiden.

Weisheit 12,12-14
Wer darf zu dir, Gott, sagen: "Was hast du getan?", oder wer kann sich
deinem Urteil widersetzen? Wer will dich verklagen wegen der Vernich-
tung von Völkern, die du geschaffen hast? Wer wollte gegen dich auftre-
ten als Anwalt ungerechter Menschen? Denn außer Dir ist kein anderer
Gott, der für alle sorgt, so daß Du ihm erst beweisen müßtest, Du habest
nicht ungerecht gerichtet. Kein König oder Gewaltherr kann Dir Vorhal-
tungen machen derentwegen die du gezüchtgt hast.
Vater im Himmel: Im Namen meines Herrn und Bruders Jesus Christus
bitte ich, Georg Todoroff, Dich um die Rettung des Lesenden. Ich segne ihn.

outlaw777
Beiträge: 36
Registriert: Samstag 10. Juni 2006, 11:22

Beitrag von outlaw777 » Montag 17. Juli 2006, 07:35

Wie ist das Volk Israel heute aberd efiniert - wohin ist es zerstreut ?
Oder ist es das heutige Volk der Israelis das Sie meinen Herr T ?

Sollten Sie nämlich das heutige Israel meinen liegen Sie in meinen Augen falsch .

mfg

Nazan
Beiträge: 30
Registriert: Mittwoch 21. Juni 2006, 22:47

Jeden Morgen weckt er mein Ohr damit ich auf ihn höre..

Beitrag von Nazan » Dienstag 18. Juli 2006, 01:06

Der wahre Monotheismus unterscheidet Gott klar von allem Geschaffenen, weshalb kein irdisches Zeichen und kein irdischer Ort - weder Land, noch Tempel oder Moschee - verabsolutiert werden darf!

Da ferner alle Menschen Geschöpfe dieses einen Gottes sind, kann es keine legitimen religiösen Argumente geben, die andere Menschen grundsätzlich verteufeln und ihre Grundrechte verletzen.

Der Glaube an 'den einen Schöpfergott' ist vielmehr die letzte und auf Dauer wohl auch die einzig tragkräftige Grundlage für die Überzeugung von der Universalität der Menschenrechte.

Das Vertrauen auf den einen Schöpfergott ruft alle Gläubigen dazu auf, die Geschichten der Religionen mit ihren vielen Konflikten in einem gemeinsamen Licht zu sehen.

Die Geschichtsschreibung der Israelis und Palästinenser steht deshalb vor der herausfordernden Aufgabe, ein solches Bild von der Vergangenheit zu zeichnen, dem schrittweise beide Seiten immer mehr zustimmen können.

Ihnen ist von westlichen Historikern, die versuchen, eine engagiert-kritische Distanz zu wahren, zu helfen. Von zentraler Bedeutung ist die Rolle der Gewalt und der Umgang mit ihr. Wo sie herrscht, wird der Blick immer enger und damit die eigene Position immer fragwürdiger.

Angesichts der langen Geschichte der Menschheit, die sehr oft äußerst blutig war, mag die Forderung nach Gewaltfreiheit zwar utopisch klingen.

Gerade die gegenwärtige Eskalation zwischen Israelis und Palästinensern zeigt aber, dass man zunächst gar nicht nach der Lösung aller Gewaltprobleme in der Welt ausschauen soll. Wir haben eine besondere Situation vor uns, die auf doppelte Weise gekennzeichnet ist. Einerseits spielen die abrahamitischen Religionen eine eminente Rolle und anderseits hat der bisherige Weg der Gewalt gezeigt, dass er keine Zukunft eröffnet, sondern nur die innere Substanz zweier Völker zerstört und die Religionen auf beiden Seiten in Verruf bringt!

Diese besondere Situation verlangt auch eine dem Kontext entsprechende Antwort.

Den Hass zu überwinden, den die bisherigen Opfer bereits geweckt haben, ist zwar schwer. Beide Seiten müssen über einen Schatten springen, der während Jahrzehnten immer länger und dunkler geworden ist.

Dennoch gibt es auch heute noch in Israel und Palästina zahlreiche Menschen und Organisationen, die dazu bereit sind. Sie inkarnieren die Hoffnung für dieses Land, und nur von ihnen aus können die verheerenden Kreisläufe der Gewalt aufgebrochen werden.

Sie erinnern an jenen Gottesknecht in den Schriften des Propheten Jesaia, der von sich sagte: "Gott, der Herr, gab mir die Zunge eines Jüngers, damit ich verstehe, die Müden zu stärken durch ein aufmunterndes Wort. Jeden Morgen weckt er mein Ohr, damit ich auf ihn höre wie ein Jünger. Gott, der Herr, hat mir das Ohr geöffnet. Ich aber wehrte mich nicht und wich nicht zurück. Ich hielt meinen Rücken denen hin, die mich schlugen, und denen, die mir den Bart ausrissen, meine Wangen. Mein Gesicht verbarg ich nicht vor Schmähungen und Speichel" (Jes 50,4-6)…


Eine religiöse Symbolik von weltgeschichtlichem Ausmaß belastet den Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern von Anfang an, spielen doch in beiden Konfliktparteien religiös motivierte Kräfte eine entscheidende Rolle.
Für gläubige Juden ist Jerusalem die heilige Stadt, die Gott erwählt hat, und das Land ist ein heiliges Land, das ihnen verheißen und von Gott gegeben wurde.
Die jüdischen Siedler, die nach dem siegreichen Sechs-Tage-Krieg in die West Bank hineindrängten, waren zum großen Teil religiös motiviert (mit Ausnahme der Siedlungen direkt um Jerusalem) und gehören zur Bewegung Gush Emunim. Gerade die wachsenden Siedlungen bewirkten aber, dass heute eine Lösung auch realpolitisch so schwierig ist.

Die jüdische Landtheologie wurde deshalb für christliche Palästinenser zu einem roten Tuch, ja zum Inbegriff falscher religiöser Ideologie, die ihnen den Zugang zum Alten Testament immer schwerer macht. Umgekehrt sind die muslimischen Palästinenser nicht nur überzeugt, dass man ihnen ihr Land zu Unrecht genommen hat, ihr Glaube fordert sie auch auf, dass ein Gebiet, das einmal muslimisch war und zum dar al islam gehört hat, nicht mehr aufgegeben werden darf, sondern gegebenfalls mit Gewalt gegen Heiden und Feinde zu verteidigen ist.

Dies gilt in doppelter Weise für Jerusalem, nach Mekka und Medina der dritten Stadt der islamischen Welt mit ihren beiden Moscheen auf dem Tempelberg (Al Aqsa und Felsendom. Der jüdische Glaube ist ferner nicht nur für einzelne Gläubige wichtig. Er spielt auch einen wesentlichen Faktor im Selbstverständnis des Staates. Obwohl es viele nichtgläubige Juden gab und heute gibt, haben doch die religiösen Kräfte die Tradition lebendig gehalten, und diese Tradition dürften in den vergangenen Jahrhunderten entscheidend bewirkt haben, dass sich das jüdische Volk nicht in die anderen Völker aufgelöst hat.

Bis heute fühlen sich auch viele nichtreligiöse Juden in Krisenzeiten spontan mit der Tradition ihres Volkes verbunden. Israel versteht sich deshalb ausdrücklich als jüdischen Staat mit einem Niederlassungsrecht für alle Juden aus der ganzen Welt, und es verteidigt diese Eigenart, weshalb auch die religiösen Parteien einen Einfluss auf seine Politik ausüben, der weit über deren zahlenmäßigen Anteil hinausgeht. Wegen der jüdischen Eigenart ist ferner die Rückkehr der palästinensischen Flüchtlinge ein so dorniges Problem, denn durch sie würde einerseits das Raumproblem noch größer und anderseits könnte auf Dauer die jüdische Mehrheit in Israel in Frage gestellt werden.

Den in der Opferrolle steckenden Konfliktparteien lässt so der jeweilige religiöse Glaube kaum Spielraum für politische Kompromisse. Religiöse Motive spielen im Konflikt noch unter einer weiteren Rücksicht eine Rolle.

Sie sind nämlich ein nicht zu unterschätzender Faktor bei der Unterstützung Israels durch Amerika.

Schon im 18. und 19. Jahrhundert gab es in USA christlich-apokalyptische Gruppen, die glaubten, dass die Juden vor dem Ende der Welt und der Wiederkunft Christi nach Palästina zurückkehren werden.

Der Zionismus und die Ereignisse des 20. Jahrhunderts gaben diesen Kräften massiven Auftrieb. Von manchen wurde die Gründung des Staates Israel sogar als das wichtigste Ereignis seit der Auferstehung Christi und als Mittelpunkt aller prophetischen Vorhersagen betrachtet.

Zu erwähnen ist in diesem Kontext vor allem Hal Lindsey , dessen Bücher in Dutzenden von Millionen Exemplaren verkauft wurden. Diese Kreise, die zur neuen christlichen Rechte gehören, betreiben seit langem eine konsequente Pro-Israel-Politik, wobei Saddam Hussein leicht als neuer Nebukadnezar, der Jerusalem vernichten will, angesehen werden konnte.

Das zentrale Element im Konflikt zwischen Israeli und Palästinensern, die Achse USA-Israel, wird folglich nicht nur durch die Interessen um das Öl und durch die jüdische Lobby in den USA, sondern auch durch eine fundamentalistisch-evangelikale Überzeugung getragen.

Die Harmagedon-Theologie, die unter Rückgriff auf Offb 16,16 in diesem Zusammenhang entwickelt wurde, hat auch schon vor dem gegenwärtigen Krieg gegen den Terror und den jüngsten blutigen Auseinandersetzung zwischen Israelis und Palästinensern - vor allem unter Präsident Reagan - einen gewissen Einfluss auf die amerikanische Politik ausgeübt.

Christliche Palästinenser ärgern sich deshalb in besonderer Weise über diesen 'christlichen Zionismus', wie sie ihn nennen.

Eine besonders problematische Rolle spielt die Religion schließlich bei extremeren und extremistischen Kräften auf beiden Seiten.

Die muslimischen Selbstmordattentäter beweisen einerseits durch ihr 'Lebensopfer', dass die Palästinenser tatsächlich ein Volk sind, das sich - ähnlich wie die Juden - nicht in andere Völker auflösen will.

Sie machen damit endgültig klar, dass das Schlagwort des Zionismus
'Ein Land ohne Volk für ein Volk ohne Land' ein Irrtum war.

Anderseits lassen sich diese Opfer für ein Volk nur schwer von blinder Rache und mörderischer Selbstzerstörung unterscheiden.

Die Erfahrung ständiger Niederlagen weckt ferner auch bei Muslimen außerhalb Palästinas einen gefährlichen, religiös motivierten Antisemitismus.

So klagte nach dem saudiarabischen Friedensplan und nach der Invasion Israels in die autonomen palästinensischen Gebiete Scheich Abderrahman as-Sudais in einer Khutba (Freitagspredigt) Israel an, es sei auf das Friedensangebot der 'Umma' (muslimische Gemeinschaft) nicht eingegangen und wolle nur die Vernichtung der Palästinenser und deren Vertreibung aus dem Land. Die Muslime hätten sich zunächst täuschen lassen und die Frage von Palästina und al-Aksa aus der religiösen in die politische Ebene verlegt. "Doch heute steht die islamische Umma ihren alten Feinden gegenüber, den Bani Kuraiza und den Bani Nadir (den jüdischen Stämmen in Medina zur Zeit des Propheten Mohammed). Es ist ein Konflikt des Glaubens, der Identität und der Existenz, nicht einfach der Grenzen. Die Juden von gestern hatten schlechte Vorfahren, und die heutigen haben noch üblere.

Dieses Volk ist voll des Bösen und der Verwerflichkeit. Es suchte den Propheten Mohammed zu töten und missachtete zuvor seine eigenen. Die Juden verachten die Araber und die Muslime. 'Auf ihnen lastet der Fluch Gottes und der Engel und sie verdienen ihn'.

So sprach nicht irgendwer. Scheich Abderrahman as-Sudais war der Imam der Grossen Moschee von Mekka und seine Predigten wurden in Saudiarabien im staatlichen Fernsehen und Radio übertragen. Seine Worte verrieten, wie bitter und grundsätzlich der Konflikt für viele Muslime geworden war.

Extremistische Kräfte gibt es ebenso in Israel. Dazu gehört ein Teil der ultraorthodoxen Haredis, gemäß denen das Volk Israel zwar noch im Exil ist, von denen aber dennoch viele über politische Parteien (Shas, Yahadut Ha'Torah, und auch Likud) einen massiven Einfluss auf die israelische Politik ausüben. Extremistisch ist vor allem die National Religious Party mit der Gush Emunim Bewegung, für die durch die Gründung des Staates Israel die Erlösung bereits begonnen hat.

Im Namen dieser Theologie kämpft diese Partei dafür, dass das Land, das Gott den Juden gegeben hat, den Palästinensern weggenommen wird. Unter den extremistischen Kräften vertreten die meisten eine grundsätzliche Überlegenheit der Juden über die Nicht-Juden. Manche meinen deshalb, es sei kein Diebstahl, sondern eine Heiligung des Landes, wenn es den Palästinensern weggenommen werde, weil es dadurch von einer satanischen in eine heilige Sphäre übergehe. Es gibt sogar Stimmen, gemäß denen es kein Mord ist, Araber zu töten. Den moslemischen Extremisten entsprechen so jüdische, und beide brauchen den jeweiligen Gegner für die Rechtfertigung der eigenen Haltung.

Die Rolle der Religionen angesichts der wechselseitigen Gewalttaten zwischen Israelis und Palästinensern gibt der verbreiteten Ansicht neuen Auftrieb, die monotheistischen Religionen seien besonders gewalttätig.

'Der Spiegel' gefiel sich deshalb einmal mehr darin, die Geschichte Palästinas während der letzten drei tausend Jahre als eine Serie von Gräueltaten und als ein 'Schlachthaus der Religionen' zu beschreiben (8. April 2002). Damit wird zugleich die Meinung suggeriert, durch die Minimierung oder gar Abschaffung der Religionen würde automatisch mehr Friede entstehen. Doch dies dürfte eine gefährliche Illusion sein. Der Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern ist nicht aus religiösen Auseinandersetzungen, sondern aus der westlichen Politik entstanden, und erst das Andauern des Konfliktes hat den religiösen Kräften immer mehr Auftrieb gegeben. Zur Lösung des Konflikts ist vor allem notwendig, dass beide Seiten sich zugleich als Opfer und Täter erkennen. Gerade diese Einsicht setzt aber eine echte religiöse Inspiration voraus, wie sie das gemeinsame abrahamitische Erbe zu geben vermag.

Zwischen Frankreich und Deutschland ist dies nach dem zweiten Weltkrieg ein Stückweit gelungen, und in neuerer Zeit vor allem zwischen Weißen und Schwarzen in Südafrika. Dazu muss aber jede Seite bereit sein, sich in die Ängste und Leiden der Gegenseite hinein zu fühlen. Eine solche Bereitschaft hat es in den vergangenen Jahren ansatzweise gegeben. Obwohl die Palästinenser Unrecht, ja schweres Unrecht erfahren und sich lange an ihre Opferrolle geklammert haben, ist im Friedensprozess von Oslo die palästinensische Führung unter Yasser Arafat über ihren eigenen Schatten gesprungen. Sie hat auf 78 % des Landes, das ihrer Überzeugung nach ihr gehört, verzichtet und Israel als Staat anerkannt ! Sie tat dies in der Hoffnung, dafür die restlichen Gebiete voll als eigenes Staatsgebiet zu erhalten. Trotz dieses Verzichts wurde Arafat nachträglich in einer demokratischen Wahl durch eine große Mehrheit der Palästinenser als Präsident bestätigt.

Auch die israelische Regierung unter Yitzhak Rabin und Shimon Peres ist über ihren eigenen Schatten gesprungen und hat den Palästinensern eine gewisse begrenzte Selbstverwaltung in einigen Gebieten zugestanden und einen eigenen Staat in Aussicht gestellt. Damit wurde ein Prozess in Gang gesetzt, der einen echten Frieden versprach. Trotz des positiven Beginns wurden jedoch von beiden Seiten sofort wieder Taten gesetzt, die dem entgegenwirkten. Palästinenser trieben weiter ihre frühere antijüdische Propaganda und verübten Attentate, was zur Verhärtung der israelischen Seite beitrug. Umgekehrt konnte sich die israelische Regierung aus Rücksicht auf die religiösen Gruppen nicht dazu durchringen, die Siedlertätigkeit zu stoppen, und sie öffnete auch der Einwanderung der Juden aus Osteuropa weit die Tore, wodurch die Hoffnung der Palästinenser auf die Rückgabe des ganzen restlichen Landes und auf die Rückkehr ihrer eigenen Flüchtlinge untergraben wurde.

Die Ermordung von Yitzhak Rabin durch einen nationalistischen Israeli verschlimmerte zusätzlich die Lage. Trotzdem schienen im Juli 2000 beide Seiten - unter Ehud Barak und Yasser Arafat - gewillt zu sein, bei den Verhandlungen in Camp David nochmals über ihren Schatten zu springen, was aber nicht gelang. Wer trug die Schuld daran? Beide Seiten schoben die Verantwortung der jeweils anderen zu. Die israelische Regierung beharrte darauf, dass etwa 80 % der Siedler im eigenen Staatsgebiet verbleiben mussten, was für den palästinensischen Staat, der zudem entmilitarisiert bleiben musste, 'unmögliche Grenzen' ergeben hätte. Die Palästinenser waren höchstens bereit, zu den 78 %, die sie in Oslo abgetreten hatten, nochmals zwei bis drei % von ihrem Land herzugeben, und sie beharrten auf einem grundsätzlichen Rückkehrrecht der Flüchtlinge, auch wenn die konkreten Mechanismen noch auszuhandeln gewesen wären. Die Verhandlungen in Camp David und danach in Taba litten vor allem darunter, dass sie von einem wachsenden wechselseitigen Misstrauen geprägt waren, bei dem die alten Vorstellungen von der Gegenseite wieder die Oberhand gewannen. Shlomo Ben Ami, Vertreter von Barak bei den Verhandlungen, urteilt rückblickend: 'Arafats Verzicht in Oslos war ein formaler. Moralisch und begrifflich erkennt er das Existenzrecht nicht an. Er akzeptiert keine Vorstellung von zwei Staaten für zwei Völker. Deshalb gelange ich zur Einsicht, dass er vielleicht mit uns ein zeitbegrenztes Teilabkommen - und auch dies ist zweifelhaft - abschließen könnte, aber ganz tief akzeptiert er uns nicht'. Weder er noch die palästinensische Nationalbewegung akzeptieren uns. Ben Ami gesteht zwar zu, dass er intellektuell verstehen kann, dass die Palästinenser in Oslo auf 78 % ihres Landes verzichtet haben und deshalb möglichst wenig vom verbleibenden Rest preisgeben wollten. Trotzdem folgert er gleich danach: "Am Ende dieser Verhandlungen kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Palästinenser, mehr als eine Lösung zu wollen, darauf aus sind, Israel auf die Anklagebank zu setzen. Mehr als einen eigenen Staat zu wollen, sind sie darauf aus, unseren Staat anzuprangern. Im tiefsten Sinne ist ihr Ethos ein Negativethos... Deshalb ist der Prozess aus ihrer Sicht kein Prozess einer Versöhnung, sondern ein Prozess von Rechtfertigung. Von Wiedergutmachung eines Unrechts. Von Destabilisierung unserer Existenz als jüdischer Staat.

Die Palästinenser ihrerseits trauten Barak und Sharon nicht der frührer das Osloer Abkommen ausdrücklich bekämpft hat, ebenfalls misstrauen sie heute Ehud Olmert. Sie sehen in der Tatsache, dass Juden unbegrenzt in Israel einwandern können, den Flüchtlingen aber die Rückkehr verweigert wird, das klare Zeichen, dass die Palästinenser nicht für gleichwertig genommen werden, ja dass sie einem rassistischen Staat gegenüberstehen..oder irre ich mich?

Soziopolitisch dreht sich der Einzigartigkeitsanspruch letztlich darum, alle Juden kollektiv zu Heiligen und Reliquien der Weltgemeinschaft zu machen. Sie wären dann in allem, was sie tun oder lassen, wirklich un-angreifbar, un- antastbar.
Das eben ist die begehrte Frucht: das Privileg der Unbelangbarkeit mE.
Es kann, wenn es Bestand haben soll, offenbar nicht von allzu vielen geteilt werden - weshalb man so tun muss, als sei der Antisemitismus..., 'ein Hass von so besonderer Art, dass er nicht auf gewöhnlichen Rassismus zurückführbar ist'..irre ich mich wieder?

epi42
Verbannt
Beiträge: 400
Registriert: Freitag 7. Juli 2006, 07:31

Re: Israel

Beitrag von epi42 » Mittwoch 19. Juli 2006, 07:40

Todoroff hat geschrieben:Israel ist das von Gott erwählte Volk, auch heute noch.
Das erstaunt mich jetzt Herr Todoroff. Schließlich war es ein israelisches Gericht, dass Jesus verurteilte und die Römer (praktisch nur Exekutive) ihn an das Kreuz nagelte. Trozdem sind die Israelis das auserwählte Volk?!

Im übrigens gibt es auch moslemische Israelis oder haben Sie sich nur ungenau ausgedrückt und meinten Juden?

MfG epi42

epi42
Verbannt
Beiträge: 400
Registriert: Freitag 7. Juli 2006, 07:31

Re: Alltag auf der Erde

Beitrag von epi42 » Mittwoch 19. Juli 2006, 07:58

Eser hat geschrieben:Heute (10.Juli 2006) ist mal wieder ein interessanter Tag (eigentlich wie immer).

Die Nachrichtenseite von N24 ist mal wieder "überfüllt" mit tollen Neuigkeiten.

- Der meistgesuchte Terrorist in Russland, namens Baschajew ist tot.
- In New York gibt es eine Explosion, ein ganzes Gebäude stürzt ein.
- Rudi Carrell ist tot
- Japan droht Nordkorea mit Präventivschlag
- Nordkorea droht mit physikalischen Maßnahmen bei Sanktionen
- Gerede von den Neandertalern (jeder meint die waren anders, wo denn bitte?)

Ist ja nur EIN Tag von vielen.

Ich habe mal in einem Report gehört, das Kinder von diesen schlechten Nachrichten laut einer Umfrage mitbekommen und sich darauf einstellen würden.
Das hört sich nach "früher war alles besser an". Hier ein paar Beispiele aus den Nachrichten der Vergangenheit:

- Vor 15000 Jahre explodierte die Insel Santorin (heute ist nur noch der Kraterrand da) und alle Menschen darauf starben.

- 79 v Chr Der Vesuv verschüttet Pompeji, Herculaneum, Stabiae und Oplontis

- 400 n. Chr. Die Hunnen turen durch Europa

- Im 14 Jahrhundert starben zweidrittel der europäischen Bevölkerung (die meisten davon gute Katholiken) an der Pest. Auf heutige Bevölkerungsdichte übertragen wären das 486 Millionen Tote europaweit oder 4 Milliarden Tote weltweit.

- 1618 30 jähriger Krieg. Opferzahl unbekannt

- 1883 explodierte der Krakatau 36000 Tote.

- 1920 spanische Grippe mit ca 20 Mio Toten

Diese Liste liese sich noch sehr lange fortführen. Es ist klar, dass bei heutigen Katastrophen (Naturkatastrophen oder von Menschen verursachte) die Opferzahlen immer mehr steigen, weil die Bevölkerungsdichte so zugenommen hat. Fakt ist aber, dass wir noch nie in einer so friedlichen Zeit lebten. Der Grund warum es uns heute mehr auffällt ist wegen N-TV und co. Wer hat sich im 17 Jh in Südamerika schon für den Krieg in Mitteleuropa interessiert oder umgekehrt. Das es uns Menschen relativ gut geht sieht man auch daran das wir inzwischen 6,4 Milliarden sind. Kein anderes Lebewesen mit unserer Körpergröße hat eine solche Menge an Individuen auf diesem Planeten. Es gibt nur wenige Lebewesen, die eine höhere Lebenserwartung haben als der Mensch und die ist in den letzten 2000 Jahren fast immer gestiegen.
Also kein Grund für übertriebenen Pessimismus.

MfG epi42

Benutzeravatar
Todoroff
Gemeindeältester
Beiträge: 6085
Registriert: Freitag 17. Februar 2006, 21:52
Geburtsjahr: 1949
Wohnort: Bad Dürrheim, höchst gelegenes Solebad Europas (600-800m)
Kontaktdaten:

Israel

Beitrag von Todoroff » Mittwoch 19. Juli 2006, 14:04


Im übrigens gibt es auch moslemische Israelis oder haben Sie sich nur
ungenau ausgedrückt und meinten Juden?


Das Volk Israel sind alle (biologischen) Nachkommen Jakobs (Israel),
ein Zwölf-Stämme-Volk, nicht Staatsangehörige und auch nicht nur einer
bestimmten Glaubensrichtung Angehörige - als Israelit wird man geboren.

Wir lesen in der Bibel, daß Jesus Christus, ein Jude (Nachfahre des
Stammes Juda) von Seinem Volk ermordet wurde, die damals in ihrer
Mordgier schrien, Sein Blut möge über sie kommen. Hitler erfüllte diesen
Wunsch.
Das Volk Israel, wir nennen sie Juden, erwarten das ERSTE Kommen von
Jesus Christus; Knechte von Jesus Christus, Menschen mit dem Heiligen
Geist (als Erstlingsgabe), erwarten das zweite Kommen.
Das zweite Kommen ist das Ende des heute zu erlebenden Weltgerichts,
das spätestens mit dem ersten Weltkrieg begonnen hat.

Jesaja 64,1-2
Ach, daß Du den Himmel zerrissest und niederführest, daß die
Berge vor Dir erbebten, - wie Feuer Reisig entzündet und
Feuer Wasser in Wallung bringt -, Deinen Namen kundzutun
Deinen Widersachern, daß die Völker vor Dir erzitterten,
indem du furchtbare Taten vollführtest, die wir nimmer erwartet.
O führest Du nieder, daß Berge vor Dir erbebten!

Tsunami - nie gekannt
Hagel von Tennisballgröße - nie gekannt
Hurricans in nie gekannter Zahl und Stärke
Hiroschima, Nagasaki
nie gekannte Waldbrände (in Zahl und Größe)
nie gekannte Überschwemmungen, ohne daß Flüsse über die Ufer
treten (sündflutartiger Regen)
Eiger und Matterhorn zerfallen
Riesige Felsbrocken überrollen Autobahnen
Ewiges Eis in den Bergen und an den Polen schmilzt
100 Millionen Tote jedes Jahr als Folge von Evolution und Urknall
...
Vater im Himmel: Im Namen meines Herrn und Bruders Jesus Christus
bitte ich, Georg Todoroff, Dich um die Rettung des Lesenden. Ich segne ihn.

epi42
Verbannt
Beiträge: 400
Registriert: Freitag 7. Juli 2006, 07:31

Re: Israel

Beitrag von epi42 » Mittwoch 19. Juli 2006, 14:32

Todoroff hat geschrieben:

Tsunami - nie gekannt
1883 explodierte der Krakatau und es gab eine anständige Tsunami Welle. Hätte es damals schon eine so große Bevölkerungsdichte gegeben, wäre diese Katastrophe größer als der 2004 Tsunami gewesen. 1755 zerstörte ein Tsunami Lissabon. Dies lies sogar Göthe an Gott zweifeln. Übrigens 1755 und 1883 sind vor dem ersten Weltkrieg!

Todoroff hat geschrieben:

Hagel von Tennisballgröße - nie gekannt
Hat es auch schon früher gegeben. Im Mittelalter wurden durch solche Hagelschauer schon mehrere Ernten vernichtet.
Todoroff hat geschrieben:
Hurricans in nie gekannter Zahl und Stärke
Es stimmt zwar, dass wir momentan eine Zunahme der Stürme haben, wir hatten aber auf der Erde auch schon einmal eine höhere Durchschnittstemperatur und damit auch mehr und größere Stürme. Der unterschied zu heute ist, damals gab es noch keinen Homo Sapiens.
Todoroff hat geschrieben:
Hiroschima, Nagasaki
In Hiroschima und Nagasaki leben Menschen. Es ist nicht so, dass dort wo eine Atombombenexplosion stattgefunden hat nie wieder Leben existieren kann.
Todoroff hat geschrieben:
nie gekannte Waldbrände (in Zahl und Größe)
Das stimmt auch nicht. Früher gab es auf dem nordamerikansichen Kontinent viel mehr und große zusammenhängende Waldgebiete. Durch Blitze brannten die öfters ab. Außerdem ist ein Waldbrand nicht immer etwas schlechtes. Durch ein Waldbrand werden Baumschädlinge vernichtet und ein junger gesunder Wald kann nachwachsen. Manchmal wird ein Waldbrand sogar offiziel und absichtlich gelegt um den Wald zu verjüngen.
Todoroff hat geschrieben:
nie gekannte Überschwemmungen, ohne daß Flüsse über die Ufer
treten (sündflutartiger Regen)
In den Warmzeiten der Erde hat es mehr geregnet und als die Landbarriere zum Mittelmeer das letztmal bei Gibraltar brach, das war eine Überschwemung. Allerdings ist dieses Ereignis auch den meisten unbekannt, da es da noch keine Homo Sapiens gab.
Todoroff hat geschrieben:
Eiger und Matterhorn zerfallen
Errosion ist auch nix neues. Eis hält Felsblock, Eis schmilzt, Felsblock fällt runter. Ich kann da jetzt aber auch nix schlimmes dabei finden. Um die Alpen brauchen Sie sich keine Sorgen machen. Da Afrika auf Europa draufknallt werden sich die Alpen immer höher. Was halten sie eigentlich von der Plattentektonik vom Alfred Wegner?
Todoroff hat geschrieben:
Riesige Felsbrocken überrollen Autobahnen
Tja bevor die Autobahn gebaut wurde rollten da bestimmt auch schon Felsbrocken runter. Jetzt ist dort eine Autobahn und damit wird es erst zu Katastrophe. Aber wie soll das auf die Rückkehr Jesu hinweisen? Hätte man die Autobahn nicht gebaut, hätte es keine Katastrophe gegeben. Würden das dann auch heißen Jesus sagt seine Rückkehr ab?
Todoroff hat geschrieben:
Ewiges Eis in den Bergen und an den Polen schmilzt
Endlich mal einer Aussage, der ich zustimmen kann. Allerdings auch nix neues, da wir uns zwar in einer Eiszeit befinden (weil es Eis auf der Erde gibt) gepaart mit einer Zwischenwarmzeit + die menschlichen CO2 Beitrag.
Es gab aber auch schon Zeiten vor dem Menschen, wo es kein einziges Eiskristall auf der Erde gab.
Todoroff hat geschrieben:
100 Millionen Tote jedes Jahr als Folge von Evolution und Urknall
...
Jaja ist ja gut.

MfG epi42

outlaw777
Beiträge: 36
Registriert: Samstag 10. Juni 2006, 11:22

Beitrag von outlaw777 » Mittwoch 19. Juli 2006, 20:54

....die biologischen Nachfahren ......

Danke dann sehen Sie es richtig .


mfg outlaw777

Benutzeravatar
Todoroff
Gemeindeältester
Beiträge: 6085
Registriert: Freitag 17. Februar 2006, 21:52
Geburtsjahr: 1949
Wohnort: Bad Dürrheim, höchst gelegenes Solebad Europas (600-800m)
Kontaktdaten:

Alltag auf der Erde

Beitrag von Todoroff » Mittwoch 19. Juli 2006, 22:37

Also kein Grund für übertriebenen Pessimismus.

Seit 1939 gibt es keinen einzigen Tag Frieden auf der Erde, sagen
Friedensforscher - das nennen HIV-Club-Mitglieder FORTSCHRITT.
Welch ein Glück, daß heute alles VIEL besser ist, besonders die
Massenvernichtungswaffen haben inzwischen Perfektionsgrad erreicht.

Sprüche 8,36
Doch wer Mich verfehlt, der schadet sich selbst; alle, die Mich hassen,
lieben den Tod.
Vater im Himmel: Im Namen meines Herrn und Bruders Jesus Christus
bitte ich, Georg Todoroff, Dich um die Rettung des Lesenden. Ich segne ihn.

Antworten